Vintage Cami Stone ( wife of Sasha Stone ) – Botho Laserstein Berlin 30er Jahre

Vintage Cami Stone, (Atelier Sasha Stone), äußerst rar. Botho Laserstein. Laserstein, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, wuchs in Berlin auf, wo er nach dem Abitur Rechts- und Staatswissenschaften studierte. Nach Abschluss des Studiums promovierte er 1925 an der Universität Halle und ließ sich danach als Rechtsanwalt in Berlin nieder. Er schrieb für die „Weltbühne“ und verfasste zahlreiche zeitkritische Schriften. Wegen seiner „nichtarischen Abstammung“ verlor er im Mai 1933 die Zulassung als Anwalt. Er emigriertein die Tschechoslowakei, 1934 nach Frankreich, wo er sich als Deutschlehrer durchschlug. 1936 wurden ihm die deutsche Staatsbürgerschaft und der Doktorgrad aberkannt. 1939 konvertierte er zum Katholizismus und verbarg sich nach dem Einmarsch der Wehrmacht in einem Kloster. Von 1940 bis 1951 arbeitete er als Gymnasialprofessor an katholischen Internaten,[1] zuletzt in Dijon.[2]Seine gesamte Familie – Eltern, Bruder, Ehefrau und Tochter – wurde in den Konzentrationslagern Riga-Kaiserwald und Auschwitz ermordet. 1951 kehrte Laserstein nach Deutschland zurück. Er erreichte seine Einstellung in den Justizdienst in Nordrhein-Westfalen und arbeitete zunächst als Staatsanwalt in Düsseldorf. Waren schon die von ihm verfassten, flott und unterhaltsam geschriebenen Ratgeber, in denen er etwa Beschuldigten Ratschläge für ihr Ermittlungsverfahren gab, unkonventionell für einen Justizangehörigen, so war er insbesondere wegen seines Einsatzes gegen die Wiedereinführung der Todesstrafe und für eine Reform des Homosexuellenstrafrechts (§ 175) Anfeindungen ausgesetzt. Nach kritischen Äußerungen zur Weisungsgebundenheit der Staatsanwälte wurde er 1953 als Hilfsrichter zum Landgericht Essenstrafversetzt. Nachdem er im darauffolgenden Jahr die Schrift Strichjunge Karl mit realistischen Schilderungen des Strichjungen-Milieus veröffentlicht hatte, wurde er im Februar 1955 aus dem Staatsdienst entlassen. Seiner beruflichen Existenz beraubt, ersuchte er in der Benediktiner-Abtei Maria Laach um Aufnahme. Als ihm diese verweigert wurde, nahm er sich sein Leben. Größe: 18 x 23 cm, sehr guter Zustand.